Besuch beim Grünen Heiner: Einblicke in das Repowering-Projekt

Das Repowering-Projekt am Grünen Heiner in Stuttgart-Weilimdorf nimmt weiter Gestalt an: Ende 2028 soll das neue Windrad in Betrieb gehen. Im Rahmen einer Ortsbegehung konnten sich die Mitglieder des Bezirksbeirats Weilimdorf gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher Julian Schahl direkt vor Ort ein Bild vom Standort und den aktuellen Planungen machen.

Gemeinsam mit dem technischen Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, Peter Drausnigg, und dem Geschäftsführer der GEDEA-Ingelheim, Wilfried Haas, sowie Mitarbeitern des SWS-Wind-Teams wurde der Standort besichtigt. Schon beim Aufstieg zeigte sich eindrucksvoll das Windpotenzial: Kräftige Böen machten deutlich, warum der Grüne Heiner als Standort so gut geeignet ist.

Der Grüne Heiner ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch das einzige Windrad auf Stuttgarter Gemarkung. Vor Ort erläuterten die Projektverantwortlichen die Hintergründe und Ziele des geplanten Repowerings: Die bestehende Anlage aus dem Jahr 2000 stößt zunehmend an ihre technischen Grenzen und soll durch eine moderne, deutlich leistungsstärkere Windenergieanlage ersetzt werden.

Mehr Leistung am bewährten Standort

Seit 2022 planen die GEDEA-Ingelheim gemeinsam mit den Stadtwerken Stuttgart die Erneuerung der Anlage. Das neue Windrad wird rund 150 Meter hoch sein und eine Leistung von 4,2 Megawatt erreichen – etwa siebenmal so viel wie die bestehende Anlage.

Künftig könnten damit rund 2.500 Haushalte mit regional erzeugtem Ökostrom versorgt werden (bisher etwa 270). Die jährliche Stromproduktion wird auf rund 6,2 Millionen Kilowattstunden geschätzt. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2028 vorgesehen.

Rücksicht auf Natur und Umgebung

Themen wie Schattenwurf, Lärmemissionen sowie der Schutz von Vögeln und Fledermäusen wurden im Vorfeld umfassend untersucht. So ist beispielsweise vorgesehen, die Anlage in bestimmten Nachtzeiten zum Schutz von Fledermäusen zeitweise abzuschalten.

Information und Beteiligung der Bürgerschaft

Für das zweite Halbjahr 2026 ist eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant. Darüber hinaus wird geprüft, in welcher Form sich Bürgerinnen und Bürger finanziell am neuen Windrad beteiligen können.

Ein sichtbares Zeichen für die Energiewende

Das Projekt hat eine besondere Bedeutung für Stuttgart: Der Grüne Heiner ist derzeit die einzige Möglichkeit, im Stadtgebiet Windstrom aus einer größeren Anlage zu erzeugen. Das Repowering zeigt, wie bestehende Standorte effizient weiterentwickelt werden können und trägt dazu bei, die Energiewende vor Ort sichtbar und erlebbar zu machen.

Einen ergänzenden Bericht zur Ortsbegehung finden Sie hier.